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/ecm diskurs 58: Der geteilte Picasso. Einblicke in die Ausstellung und ihre Architektur

 

Donnerstag, 16. Dezember 2021, 19.00 Uhr, via zoom
Vortrag von Julia Friedrich (Kuratorin am Museum Ludwig in Köln und designierte Sammlungsdirektorin des Jüdischen Museums Berlin) und Eran Schaerf (Künstler und Autor)
Moderation: Luisa Ziaja (/ecm Leitungsteam)

Die Ausstellung läuft bis zum 30. Januar 2022 im Museum Ludwig, Köln. Sie stellt die Rezeption von Pablo Picasso in der BRD und DDR zur Diskussion und erinnert an eine vergessene Breite, Spannung und Produktivität der Aneignung. Nicht nur um den Künstler geht es hier, sondern um sein Publikum, das sich im kapitalistischen Westen und im sozialistischen Osten Picassos Kunst denkbar verschieden zurechtlegte.

Aber wie stellt man die Aneignung, den Gebrauch dieser Kunst in einer Ausstellung dar? Zumal wenn diese Ausstellung in einem Museum stattfindet, das ein bestimmtes Bild des Künstlers mitgeprägt hat: nämlich das westdeutsche? Was heißt das, ein Werk, die politischen Bedingungen seiner Ausstellung und seine Rezeption zusammen anzuschauen? Die Kuratorin Julia Friedrich und der Künstler Eran Schaerf, die für den geteilten Picasso eng zusammengearbeitet haben, geben Einblicke in Gestaltung, Inhalt und Vermittlung der Ausstellung.

Julia Friedrich ist Kuratorin am Museum Ludwig in Köln, wo sie seit 2004 zahlreiche Ausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst kuratiert hat. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte ist die Sammlungs- und Ausstellungspraxis der Nachkriegszeit. So hielt sie im Deutschen Historischen Museum 2019 den Impulsvortrag des documenta-Symposiums, das eine Debatte über Spuren des Nationalsozialismus in der Nachkriegsmoderne anregte. Zum 1. März 2022 wird Julia Friedrich Sammlungsdirektorin des Jüdischen Museums Berlin. 

Eran Schaerf ist Künstler und Autor. Projekte u.a. „Continuity“ (Biennale di Venezia 2011), „1001 Wirklichkeit. Fortsetzungen eines unabgeschlossenen Romans“ (Berlin Documentary Forum/Bayerischer Rundfunk 2014), „Frequency-Modulated Scenario“ (Archive Books 2015), „Günter Peter Straschek. Emigration – Film – Politik“ (Museum Ludwig Köln 2018, mit Julia Friedrich), „Dieses Spiel geht nur zu sechst“ (Droste Festival 2020, mit Eva Meyer), „Citizens of Nowhere, Imitate!“ (transversal.at 2020), „Verblendet beim Erinnern der Gegenwart? Frag Franz“ (Merkur-Zeitschrift.de 2021). Demnächst erscheint “Levantinism: The Anachronic Possibilities of a Concept” (bakonline.org/prospections 2021, mit Eva Meyer).