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/ecm diskurs 25: Widerständige Falten, soziale Knoten, historische Schichten

 

Donnerstag, 9. Juli, 19 Uhr
Künstlerhaus, Karlsplatz 5, 1010 Wien

Sonja Eismann im Gespräch mit Nora Sternfeld

Das Ansehen von Mode hat sich spürbar gewandelt. Was früher als mehr oder minder trivialer, stets feminisierter Ausschmückungsprozess privater Natur wahrgenommen wurde, ist heute ernst zu nehmender Gegenstand wissenschaftlicher Auseinandersetzungen, materieller Geschichtsforschung _ und nicht zuletzt spektakulärer Ausstellungen. Die „Fashion Show“ im Museum ist heute ein Garant für Blockbuster-Erfolge – BesucherInnen weltweit strömen in Institutionen, um die Kreationen von berühmten Couturiers wie Cristóbal Balenciaga, Karl Lagerfeld oder Vivienne Westwood zu bestaunen. Auch sorgfältig angelegte Textilsammlungen werden dem Publikum unter wechselnden thematischen Gruppierungen immer wieder neu präsentiert. Doch diese Ausstellungen, die großen Wert auf atmosphärische Präsentation und/oder historische Exaktheit legen, bleiben bezüglich der Darstellung der mannigfaltigen historisch-kolonialen, transnationalen, künstlerischen, sozialen, materiellen, theoretischen wie affektiven Verknüpfungen und Verstrickungen, die dem Schaffungsprozess von Mode inhärent sind, oft merkwürdig unterkomplex. Wie könnte eine vielschichtigere Thematisierung von Mode in Ausstellungskontexten aussehen, die die meist kommerzielle Logik der zeitgenössischen „Fashion Museology“ durchbricht? Und was wäre dadurch gewonnen?

/ecm diskurs 25: Beitrag des Universitätslehrgangs für Ausstellungstheorie und praxis /ecm – educating/curating/managing 2014–16 im Rahmen der essence 2015, der Jahresausstellung der Universität für angewandte Kunst Wien.

VIDEO: Die Angewandte Wien