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History

 

1990 starten Renate Goebl, Kunsthistorikerin und Erwachsenenbildnerin, und Dieter Bogner, Kunsthistoriker und Museumsberater, in Privatinitiative den ersten KuratorInnenlehrgang namens "Postgraduate Ausbildung für Museums- und Ausstellungskuratoren im Kunstbetrieb" an der Niederösterreichtischen Landesakademie in Krems. Bereits 1991 beginnen gemeinsam mit Gottfried Fliedl, Heiderose Hildebrand, Gabriele Stöger und Eva Sturm Vorarbeiten für die erfolgreiche Errichtung eines zweiten, auf Vermittlungsarbeit im Museums- und Ausstellungswesen spezialisierten Lehrgangs mit dem Titel "Kommunikation im Museum. Arbeiten für Besucherinnen und Besucher". Im zweiten Durchlauf wird dieses Fortbildungsangebot in "Ausbildung zum Kurator / zur Kuratorin für Kommunikation im Museum" umbenannt und löst eine wichtige Berufsfelddiskussion zum Selbstverständnis der KulturvermittlerInnen aus. 1997 schließlich übersiedelt das institut für kulturwissenschaft (ikw) nach Wien ins damals noch unsanierte MuseumsQuartier und bietet bis 1998 beide Ausbildungen parallel an. Auf Wunsch der TeilnehmerInnen der beiden Gruppen werden ein Jahr später die Kurse zusammengeführt und somit das Berufsbild der AusstellungskuratorIn und der KommunikationskuratorIn vereint.

In Anbetracht der veränderten kulturpolitischen Situation und des offensichtlichen Desinteresses der öffentlichen Hand an einer weiteren finanziellen Unterstützung der postgradualen Ausbildung des ikw und somit der Professionalisierung des Kulturbetriebs stellt das Institut den Betrieb 2001 enttäuscht ein. Absolventinnen initiieren Diskussionen über eine mögliche Weiterführung der ikw-Aktivitäten und gründen ikw-net. Das Netzwerk umfasst mittlerweile über 200 Mitglieder und ist seit neun Jahren als schnittpunkt. ausstellungstheorie & praxis als unabhängige Plattform für interdisziplinären Austausch bekannt.

Das vom ikw hinterlassene Vakuum auf dem Ausbildungssektor wird rasch wahrgenommen. Rektor Gerald Bast bietet die Universität für angewandte Kunst Wien als Anbindungsmöglichkeit für den KuratorInnenlehrgang an. Renate Goebl entwickelt daraufhin ein neues Curriculum, das auf den Erfahrungen der bewährten ikw-Programme aufbaut sowie auf neue Entwicklungen und Anforderungen reagiert. Die AbsolventInnen erhalten den akademischen Grad "Master of Advanced Studies". 2006, nach zwei erfolgreichen Durchgängen des viersemestrigen Universitätslehrgangs ecm (exhibition and cultural communication management), übernehmen die Trägerinnen des Vereins schnittpunkt ausstellungstheorie & praxis die Leitung der postgradualen Ausbildung. Ein kollaborativ von den TeilnehmerInnen des Lehrgangs konzipiertes und realisiertes Ausstellungsprojekt, das in Kooperation mit den Sammlungen der Universität für angewandte Kunst entsteht, verbindet die Lehrgangsinhalte schlüssig mit der Kunstproduktion und Sammlungsarbeit der Universität. Auf aktuelle Entwicklungen im Kunst- und Ausstellungsfeld reagierend wird der Lehrgang adaptiert und umbenannt: Er läuft seit Oktober 2008 unter /ecm–educating/curating/managing – Masterlehrgang für Ausstellungstheorie und -praxis an der Universität für angewandte Kunst Wien.