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FÜR GARDEROBE WIRD NICHT GEHAFTET
Widerständiges in Mode und Produktion

 

10. bis 20. Dezember 2015 und 7. bis 17. Jänner 2016, täglich 11–20 Uhr
Angewandte Innovation Laboratory (AIL), Franz Josefs Kai 3, 1010 Wien
und im öffentlichen Raum

Die Kritik an der Modeindustrie ist mannigfach. Sie reicht von der Normierung von Körpern und Lebensformen, über die Verstärkung von ungleichen Machtverhältnissen, Sexismus und Geschlechterstereotypen, Rassismus und Klasse, bis zur Produktion von Abhängigkeit und Ausbeutung. Zugleich bedeutet Mode Handlung und Sprache: Wir verbinden mit ihr Kreativität und Begehren, Freude am persönlichen Ausdruck, wie auch die Möglichkeit widerständiger Gestaltung.

Das Ausstellungs- und Diskursprojekt basiert auf einer Auseinandersetzung, die die Kritik ernst nimmt, um Formen der Handlungsmacht in Gang zu setzen. Es verfolgt dabei die Fragen: Wie wird Mode produziert?, Wie produziert Mode uns? und Was tun?

Die 21 KuratorInnen des /ecm Lehrgangs zeigen Mode als Knotenpunkt eines komplexen Beziehungsgeflechts anhand einer Auswahl künstlerischer, kulturhistorischer und diskursiver Beiträge. Sie legen widerständige Schichten offen, diskutieren kollektive Praxen und alternative Organisationsstrukturen in drei kuratorischen Formaten: einer Ausstellung im AIL, Interventionen im öffentlichen Raum sowie einem umfassenden Diskursprogramm. Ausgangspunkt dafür sind ortsspezifische Untersuchungen im Textilviertel, Kooperationen mit lokalen ProduzentInnen und verschiedenen AkteurInnen der Universität für angewandte Kunst Wien.

Mit künstlerischen, gestalterischen und diskursiven Beiträgen von Marlene Agreiter / Anja Ray Alturban/ ANTICOOL COMPANY/ Cloed Baumgartner / Kemi Bassene / Ruth Beckermann/ Anna-Sophie Berger / Jürgen Böhmeier / Gerda Buxbaum / Dies Irae / Josef Diveky / Renate Dworschak / Sonja Eismann / Elisabeth Frottier / Kerstin von Gabain, Martin Gabriel/Micha Payer / Karlla Girotto / Barbara Graf / Franz Graf / Nilbar Güres / Monika Haas / Markus Hausleiter / Sanja Ivekovic / Song Jing / Birgit Jürgenssen / Nunu Kaller / Afra Kirchdorfer / Jakob Lena Knebl / Kollektiv [U+29B2+29BC+327E+25CD] / Katharina Kugler / Adele List / David Lloyd / Ines Lombardi / László Lukács / Walter Lunzer / Katharina Mischer/Thomas Traxler / Sandra Monterosso / Andrew Morgan / Lisa Muhr / Stephanie Müller/Klaus Erich Dietl / Ute Neuber / Oswald Oberhuber, ONA B. / Painted, Olivera Parlic / Moritz Piffl / Paul de Reus / Rouge (Jelena Fuzinato/Bojana Stamenkovic) / Evamaria Schaller / Markus Schinwald / Rosemarie Trockel / Walter Van Beirendonck / Ari Versluis/Ellie Uyttenbroek / Friederike von Wedel-Parlow / Vivienne Westwood / Angela Wiedermann u.a.

Programm

In Kooperation mit Kunst- und Designsammlung, Kostüm- und Modesammlung, Universitätsarchiv sowie dem Studienbereich Textil – Freie, angewandte und experimentelle künstlerische Gestaltung der Universität für angewandte Kunst Wien

Ausstellungsgestaltung von Atelier Wunderkammer
Ausstellungsgrafik von zunder zwo

KuratorInnen: TeilnehmerInnen des /ecm–Lehrgangs 2014–16
Dora Da Costa, Katharina Flicker, Nina Granda, Rebecca Klee, Johannes Mantl, Guilherme Pires Mata, Sofie Mathoi, Eva Meran, Efthimia Papaefthimiou, Simone Reimitz, Kerstin Schöner, Frédéric Singer, Gonzalo De Solano, Anastasia Soutormina, Bojana Stamenkovic, Sylvia Stegbauer, Ana-Daniela Sultana, Imola Dora Traub, Elisabeth Wernig, Renate Woditschka, Enid Wolf

/ecm–Leitungsteam: Martina Griesser–Stermscheg, Christine Haupt–Stummer, Renate Höllwart, Beatrice Jaschke, Monika Sommer, Nora Sternfeld, Luisa Ziaja

 

Eröffnung

 

Gerald Bast, Rektor, Universität für angewandte Kunst Wien
Barbara Putz-Plecko, Vizerektorin, Universität für angewandte Kunst Wien
Beatrice Jaschke, Leitungsteam /ecm–Masterlehrgang, Universität für angewandte Kunst Wien im Dialog mit KuratorInnen der Ausstellung

Performances B[e]Ware – Singer vs. Abhörapparat
Zwei Nähmaschinen stehen sich gegenüber, produzieren im Zwiegespräch. Es entstehen Objekte aus Schutzmaterialien, die ihren Weg schließlich in den öffentlichen Raum finden.
Klaus Erich Dietl / Stephanie Müller (Bildende KünstlerInnen)

Shapeshifting
Shapeshifting ist ein Projekt, das normierende Referenzkörper wie Schneiderpuppen in Frage stellt und dazu auffordert, Kleidung und Mode spielerisch neu zu denken.
Ute Neuber (künstlerische Forscherin)

Musik von das_em 

 

Presseberichte

 

Falter Feuilleton
Falter
Wochenplaner im Falter
Wina - Das jüdische Stadtmagazin
w24
Ö1
Schrödingers Katze
Art and Signature
Textil-Revue

 

Studierende des /ecm Lehrgangs zu Gast beim Co-operative Playground Lab am urbanize! Festival

 

„do-it-together“ lautet das Motto des diesjährigen urbanize!-Festivals, das von 2. bis 11. Oktober 2015 in Wien stattfindet und sich Perspektiven eines kollektiven Urbanismus widmet. In der Festivalzentrale, dem Co-operative Playground, stehen StadtaktivistInnen, WissenschaftlerInnen, KünstlerInnen und BesucherInnen über 2000 m2 zur Verfügung – „als eine Mischung aus offenem Wissensraum, sozialem Labor, Werkstatt, Ausstellung und DIY-Vergnügungspark“.

Das „Zusammen-Tun“ betrifft auch die 21 Studierenden des /ecm Masterlehrgangs, die derzeit gemeinsam mit der Vorbereitung eines umfangreichen Ausstellungs- und Diskursprojektes befasst sind, das sich dem Thema des Widerständigen in Mode und Produktion widmet.

Beziehungsskulptur – Stoff.Raum.Mensch
Ein kollektives Experiment, begleitet von Guilherme Pires Mata
9. Oktober 2015, 13–15.30 Uhr
Treffpunkt: urbanize! Festivalzentrale, 3, Marxergasse 1

Der Workshop widmet sich in drei Abschnitten drei Bereichen des Körpers: Unterteil [Hüfte und Beine], Mittelteil [Torso und Arme] und Oberteil [Kopf]. Stoff definiert und verbindet, es entstehen Silhouetten, Grenzen und Nähte. In der kollektiven Konstruktion eines sozialen und fließenden Körpers kommt es zu einem Prozess der Subjektivierung. Die Anderen erscheinen uns als Spiegel und umgekehrt.
Bitte bequeme Kleidung anziehen!

Urbane Laufmaschen. Eine performative Expedition
9. Oktober 2015, 16–18.30 Uhr
Treffpunkt: Haupteingang urbanize! Festivalzentrale, 3, Marxergasse 1

Während des urbanize! Festivals bietet eine urbane Expedition durch das Textilviertel eine erste Gelegenheit sich im Vorfeld der Ausstellung der /ecm Studierenden „Für Garderobe wird nicht gehaftet. Widerständiges in Mode und Produktion“, die im Dezember im Angewandte Innovation Laboratory (AIL) eröffnet, den textilen Spuren im öffentlichen Raum anzunähern.
Gelenkt durch textile Zeichen und unsichtbare Fäden werden die TeilnehmerInnen der Expedition durch das ehemalige Wiener „Fetzenviertel“ geschickt und dabei auf die Vergangenheit und Gegenwart dieses Stadtteils aufmerksam gemacht.

Wohlbefinden mit Haut und Haar
10. Oktober 2015, 10–16 Uhr
Treffpunkt: Universität für angewandte Kunst, Oskar-Kokoschka-Platz 2,
Ferstel-Trakt (Altbau), EG, Lichthof

Dem Motto „do-it-together“ folgend, lädt Karin Altmann gemeinsam mit Studierenden der Textilklasse der Universität für angewandte Kunst zu einer kollektiven Filzaktion, bei der auch StudentInnen des /ecm–Masterlehrgangs 2014–16 teilnehmen.